Die fehlende Vielfalt in den Musikcharts

Ich möchte auf einen sehr interessanten Blogeintrag auf wissenbelastet.com hinweisen, der längst Bekanntes beim Thema „Pop- Charts“ untermauert.
So wird darin erläutert, wie gering die Vielfalt an Musiktiteln im Radiosender „Ö3“ in den Charts ist. Dieser Wert liegt nämlich im Jahr 2008 bei 424 Titeln in den Top75, obgleich ich einen viel höheren Wert erwartet hätte.

Für mich als bekennender Kommerzkritiker natürlich ein weiteres Indiz dafür, wie weit die Kommerzialisierung in der Musikindustrie bereits fortgeschritten ist, wobei nicht geleugnet werden darf, das ja grundsätzlich die Gesellschaft durch Konsum solcher Produkte für diese Entwicklung hauptverantwortlich ist.



Ebenso interessant ist die Seite sos-musikland.at, welche das Faktum behandelt, dass nur noch 16,4% der Musik, die in Österreich in den ORF-Radios(Ö3, FM4, Ö1...) gespielt wird, aus einer österreichischen Produktion stammt. Aus meiner Sicht sehr bedenklich, da dieser Wert kontinuierlich sinkt und somit für österreichische Künstler eine wichtige Plattform immer unbedeutender wird. Jedenfalls eine Unterstützung wert!

3 Kommentare:

Andy hat gesagt…
7. März 2009 15:15

Das ist ja altbekannt seit der Urangst des ORF zwei Jahre vor dem Start der Privatradios. Es wären aber auch die Künstler selber gefragt, aktiv zu werden. Ein gutes Beispiel sind http://www.tv1.at/view/1829/nazar-kinder-des-himmels , die sowohl von tv1.at als auch von radio7.at gefördert werden und nicht nur auf myspace oder youtube setzen.

Anonym hat gesagt…
7. März 2009 20:56

Warum singen die deutschen Sänger lieber englisch? Die Begründung, dass der Markt größer ist, ist Blödsinn. Denn dafür ist auch die Konkurrenz größer.

Neitschy hat gesagt…
25. März 2009 21:24

Tja, das ist eine gute Frage. Liegt vielleicht eventuell daran, dass sich das Ganze dann besser vermarkten lässt, da ja die englische Sprache immer mehr Einzug in die deutsche hält, und es somit "trendiger" ist, englisch zu singen. Sieht man ja auch ganz deutlich an den vielen Anglizismen, die bereits völlig standard in unserer Sprache geworden sind.

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