Die Welt trauert um Robert Enke. Zumindest einige Fußballfans. Auch wenn man mir keine hohe Affinität zu diesem Thema nachsagen kann, hat der Selbstmord des deutschen Torwarts doch auch eine gewisse Bedeutung für mich, da Robert Enke an Depressionen litt und dies den ganzen Fall aus mehreren Aspekten für mich interessant macht. Erstens weil in unserer Gesellschaft dieses Thema ziemlich tabuisiert wird und weiters werden Depressionen oft mit "psychisch gestört" gleichgesetzt wird, obwohl ca. jeder sechste einmal in seinem Leben daran leidet (hohe Dunkelziffer!) und außerdem auf Grund, dass Robert Enke seine Depressionen aus Angst vor der Öffentlichkeit und aus Angst vor Auswirkungen auf seine sportliche Karriere in der Öffentlichkeit verschwiegen hatte. Als letzten Ausweg wählte er den Freitod. Des Weiteren denke ich, dass Sportler häufiger an Depressionen leiden, aber die psychologische Behandlung aus Gründen wie im Fall Enke scheuen.
Aufklärung über Depressionen und wie diese in der modernen evidenzbasierten Medizin behandelt werden, schafft diese interessante Dokumentation von ARTE:
http://www.youtube.com/watch?v=7_1jrl8QYWI
Ebenfalls interessant zum Thema Fussball ist dieses Interview mit dem deutschen Spieler Sebastian Deisler, der ebenfalls an Depressionen litt und seine Sicht der Dinge erzählt:
http://www.zeit.de/2009/41/DOS-Deisler
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1 Kommentare:
RIP - großer verlust
bewundernswert finde ich die reaktion seiner frau - wie sie jetzt mit dem thema in der öffentlichkeit umgeht.
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