Wohlstand ohne Wachstum?

Der Titel „Wohlstand ohne Wachstum?“ ist meiner Meinung nach definitiv keine rhetorische Frage, da man dieses in letzter Zeit sehr relevant gewordene Thema differenzierter und vor allem interdisziplinärer betrachten muss. Konkret meine ich damit, dass man die Situation in den Entwicklungs- und Schwellenländern in keiner Weise mit der westlichen Welt vergleichen kann.

Der renommierte Ökonom Paul Collier analysiert dies in seinem Buch „The Bottom Billion“ folgendermaßen: Dadurch dass 58 Länder (ein Sechstel der Weltbevölkerung) mit Problemen wie der Konfliktfalle, der Ressourcenfalle, schlechter Regierungsführung, Binnenlage und schlechter Nachbarschaft zu kämpfen haben und sich deren Ökonomien dadurch seit Jahren sozusagen im freien Fall befinden, ist es dort nur möglich, Wohlstand durch Wirtschaftswachstum zu erreichen. Ich selbst bereise zurzeit Entwicklungsländer wie Laos und Kambodscha und habe dadurch ein gutes Bild von der aktuellen Situation in diesen Ländern. Den Leuten dort ist absolut bewusst, dass sie aus ihren teilweise miserablen Lebensbedingungen nur durch Wachstum und Wirtschaftsaufschwung entfliehen können – zu Wohlstand ist es danach jedoch auch noch ein langer und harter Weg.

Die Situation in der westlichen Welt sieht jedoch völlig konträr aus. Auch wenn die Definition von Wohlstand subjektiv ist, kann man behaupten, dass bei uns ein Großteil der Bevölkerung in Wohlstand lebt – Stichwort hoher Lebensstandard und hohes Bruttoinlandsprodukt.

Leider basierte in den letzten Jahrzehnten die Grundannahme, dass Entwicklung nur durch ständiges Wachstum und kontinuierliches Anhäufen von materiellen Gütern möglich sei.

Bereits 1972 analysierte der Club of Rome die Grenzen des Wachstums, jedoch blieben die alten gesellschaftlichen Paradigmen erhalten, wobei es doch für jeden rational denkenden Menschen logisch sein müsste, wohin ein exponentielles Wachstum bei endlichen Ressourcen und der irreversible Raubbau an den natürlichen Lebensgrundlagen führen.

Am Horizont ist jedoch Besserung in Sicht, da die alten Glaubenssätze durch die Finanzkrise, den Klimawandel und die Ökologisierung eines Teiles der Gesellschaft derart erschüttert wurden, dass Platz für neue innovative Ideen anstatt der alten Wachstumsideologie geworden ist.

So schreibt beispielsweise Meinhard Miegel in „Exit: Wohlstand ohne Wachstum“ über die geschichtliche Entwicklung der Wachstumsideologie und behauptet, dass das Wachstumspotenzial bereits ausgereizt ist.

In dem Punkt, dass wir unser Wertesystem überdenken müssen, stimme ich völlig mit Miegel überein, da in der Glücksforschung mittlerweile bewiesen wurde, dass ab einem bestimmten Niveau des materiellen Wohlstands, das wir im Westen bereits erreicht haben, jede weitere Steigerung keine bedeutende Verbesserung bewirkt. Oft ist der Konsum von materiellen Gütern lediglich ein Prestige-Akt, da viele Konsumenten befürchten, dass sie sonst aus bestimmten sozialen Gruppen ausgeschlossen werden würden. Manifestiert durch permanente Werbung im Alltag und den dadurch entstehenden Drang zum Konsum wird dadurch vielen Menschen der Konsum fast aufdiktiert, um in der Gesellschaft bestehen zu können.

Die Situation, in der wir uns zurzeit befinden, sehe ich als Herausforderung und Chance zugleich, denn unsere Generation hat es in der Hand, wie sich unser Planet und die Gesellschaft entwickeln werden. Aber für einen Systemwechsel sind grobe Änderungen von Nöten, wie z.B. die Entschleunigung unserer Leben durch Herunterschrauben unserer Konsumaktivitäten, sowie das Stärken unserer Regionalökonomien.

In den Ländern der „untersten Milliarde“ ist Wachstum jedoch essenziell, da ansonsten kein Ausweg aus der Entwicklungsfalle besteht und der ökonomische Spalt zum Westen nur noch größer werden würde.


(Dieser Text entstand im Zuge der Aufnahme für ein Universitätsprogramm)

In eigener Sache - Weltreise

Ich möchte mich für die mangelnde Anzahl an Beiträgen in den letzten Monaten entschuldigen. Da ich den Entschluss gefasst habe, eine Weltreise zu machen, war ich in den letzten Monaten sehr mit den Planungsarbeiten beschäftigt, sodass für diesen Blog nicht mehr viel Zeit übrig war.

Folgende Länder werde ich mit meinem Round-the-world-Ticket in den nächsten Monaten planmäßig bereisen: England, Indien, Singapur, Malaysia, Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam, Australien, Neuseeland, Cookinseln und die USA.

Diese Reise ist ein großer Traum von mir, der nun nach Beendigung meines Zivildienstes in Erfüllung geht. Ich hoffe, dass ich sehr viele interessante Aspekte und Eindrücke sammeln werde, von denen ich hier ebenfalls berichten möchte. In allen Ländern erwartet mich ein bedeutender geschichtlicher Hintergrund (z.B. Vietnamkrieg, Schreckensregime der Roten Khmer), was mich sehr anspricht. Des Weiteren bin ich in Gegenden unterwegs, die ökonomisch gesehen, der westlichen Welt hinterherhinken und versuchen müssen, den Anschluss nicht noch weiter zu verlieren.

"The world is a book, of which those who stay in one place read only one page."
(St. Augustine)

Reklame schadet

Tagtäglich trudeln Werbeprospekte in all unsere Postkästen ein, wobei diese meist ungelesen im Papierkorb landen, da sie auf kein Interesse stoßen. Man könnte diese Form der Reklame auch grundsätzlich als „Spam“ bezeichnen, wie dies im Internet bei E-Mails der Fall ist.
Dieses Phänomen beobachtete ich ebenso in meinem Haushalt, wo meist nur einem
geringen Anteil der zugesendeten Reklame überhaupt Aufmerksamkeit geschenkt wird, sodass mein Interesse geweckt war und ich somit im Juli 2009 über dieses Thema recherchierte. Ich stieß auf eine interessante Initiative mit dem Namen „Mach’s grün“.

Studien besagen, dass der durchschnittliche Deutsche jedes Jahr 250 kg Papier verbraucht. Wir finden: Die jährlichen 33 kg, die davon in Form von Werbeprospekten im Briefkasten landen, kann man sich und der Natur getrost ersparen!

Diese Zahl wollte ich durch einen empirischen Selbstversuch verifizieren, sodass ich beschloss, ein halbes Jahr lang (Anfang August 2009 bis Ende Jänner 2010) die tägliche Reklame zu sammeln und schließlich ab
zuwiegen.
Mein Ergebnis beträgt 16,9 kg; also jährlich ca. 34kg, wodurch mein Haushalt knapp über dem deutschen Durchschnitt liegt.

Fotobeweis:



Insgesamt ergibt das folgende Verschwendung pro Jahr für Deutschland (Werte für Österreich bei ca. einem Zehntel):

Holzverbrauch: 820 Millionen kg
gefällte Bäume: 2,7 Millionen
Stromverbrauch: 1.517 Millionen kWh
CO2 Produktion: 455.400 Tonnen
Wasserverbrauch: 4,62 Milliarden Liter


Genauere Erläuterungen und Berechnungen zu diesen Zahlen und wie man seinen kleinen Beitrag gegen diese wahnsinnige Verschwendung von Ressourcen leisten kann, sind hier zu finden: Umweltreport 2009 - Ökologische Aspekte von Werbewurfsendungen



Moderner Exhibitionismus

Seit dem Einzug des Internet als Massenmedium hat sich in unseren Leben viel verändert: E-Mails haben den klassischen Brief substituiert, die Informationssuche und Recherche hat sich dank Datenkraken wie Google erheblich erleichtert und die zwischenmenschliche Kommunikation hat sich immer weiter auf digitale Plattformen wie z.B. Facebook verlagert. Ohne Frage haben diese neuzeitlichen Innovationen viele positive Aspekte und so könnte ich mir ein Leben ohne diese auch nicht mehr wirklich vorstellen, doch, so scheint es mir, werden in der ganzen Euphorie die Nachteile außer Acht gelassen.

Bereits im April 2009 berichtete ich über den „gläsernen Menschen“ und wie sehr wir immer weiter überwacht werden, doch heute möchte ich auf einige Nachteile der Sozialen-Netzwerke wie Facebook eingehen.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Social-Networks sind äußerst gut dazu geeignet, um Kontakte, die man auch längere Zeit nicht sieht, zu pflegen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, diesen Kontakten sinnvolle Informationen durch Statusmeldungen über sich selbst und das eigene Leben zukommen zu lassen. Die eigene Privatsphäre und das Preisgeben persönlicher Daten lassen sich meiner Meinung nach mit den richtigen Einstellungen sehr wohl miteinander vereinbaren.


„Was machst du gerade?“, fragt Facebook seine User

Die Frage klingt banal und logisch, doch bedenkt man dass im Grunde die gesamte Plattform (200 Millionen Menschen) aufgerufen wird, preiszugeben, womit sie sich – und vor allem, was sie gerade beschäftigt.
Grund genug, um folgende Fragen zu stellen: Was macht die Menschen zu solchen digitalen Selbstdarstellern, also modernen Exhibitionisten, die ihre gesamte Privatsphäre inklusive Urlaubsfotos im Internet offenbaren? Warum haben Leute den Drang permanent ihr Privatleben zu präsentieren("Ich gehe jetzt laufen"; "Ich gehe jetzt schlafen"; etc...)? Liegt es am Anerkennungs- und Aufmerksamkeitsdefizit in der realen Welt? Ich denke schon.

Beim Betreten des Internets hinterlässt man meistens Spuren, die später fast gar nicht mehr zu beseitigen sind. Bedenkt man weiters, dass z.B. das vollständige Löschen eines Facebook-Accounts nicht einmal möglich ist, so wird einem erst bewusst, welche Folgen eine solche Selbstdarstellung haben kann. Deshalb fordern Experten bereits seit längerer Zeit konsequentere Regelungen. Ein digitales Verfallsdatum wäre eine gute Möglichkeit, um Daten im Internet mit einem Ablaufdatum zu versehen. Dadurch würden auch die Sinne der Internetbenutzer geschärft werden, da sich jeder beim Hochladen überlegen müsste, wie lange sich das Objekt im Netz befinden würde. Doch mit den derzeitigen Regelungen werden einige Menschen noch ein böses Erwachen in der Zukunft haben…

Marxism in One Minute

The whole gospel of Karl Marx can be summed up in a single sentence: Hate the man who is better off than you are. Never under any circumstances admit that his success may be due to his own efforts, to the productive contribution he has made to the whole community. Always attribute his success to the exploitation, the cheating, the more or less open robbery of others.

Never under any circumstances admit that your own failure may be owing to your own weaknesses, or that the failure of anyone else may be due to his own defects — his laziness, incompetence, improvidence, or stupidity. Never believe in the honesty or disinterestedness of anyone who disagrees with you.

This basic hatred is the heart of Marxism. This is its animating force. You can throw away the dialectical materialism, the Hegelian framework, the technical jargon, the “scientific” analysis, and millions of pretentious words, and you still have the core: the implacable hatred and envy that are the raison d’être for all the rest.

http://arslibertatis.com/marxism-in-one-minute/

Zwangswerbung bei Apple-Geräten?

Dass das Internet mit Werbung voll gepflastert ist, dass die Werbung immer weiter in unser Leben vordringt, immer neuere Formen annimmt und bereits fast nicht mehr wegzudenken ist, sollte mittlerweile jeder erkannt haben bzw. sollte jedem bewusst sein.
Dass Apple, bekannt durch IT- Produkte wie Iphone, Ipod oder MacBook, schon immer versucht, exakt zu bestimmen, was der Kunde mit dem jeweiligen Produkt tun darf und was nicht, ist ebenfalls kein Geheimnis mehr, sondern Realität.
Doch nun plant der Konzern anscheinend diese beiden Aspekte zu vereinen, indem er dem Kunden Werbung auf den Apple-Produkten aufzwingt:

Aber ein Betriebssystem so zu konfigurieren, dass es Programmschritte nur dann abarbeitet, wenn der Kunde zuvor nachweislich Werbung konsumiert hat – das geht dann doch ein bisschen zu weit, sollte man meinen. Apple sieht das aber offenbar ein wenig anders: Beim US-Patent- und Markenamt (USPTO) hat der kalifornische Konzern im vergangenen Jahr eine Patentschrift eingereicht, die genau das beschreibt.

Geschützt werden soll laut dem Patentantrag mit der Nummer 20090265214 ("Advertisement in Operating System") eine Methode zur Gestaltung eines Betriebssystems, "das dem Nutzer Werbung präsentiert und während der Präsentation eine oder mehrere Funktionen deaktiviert. Nach der Werbepräsentation aktiviert das Betriebssystem diese Funktionen wieder". Als Anwendungsbeispiel führt Apple etwa eine vergünstigte Abgabe von Produkten mit Betriebssystem-Software an, deren reduzierter Preis über Werbung refinanziert wird. Als Erfinder der Methode wird unter anderem Steve Jobs angeführt.

Was bedeutet dass nun für uns Kunden und Konsumenten, falls etwas in dieser Art in Produkte implementiert werden würde? Ich glaube, das kann sich jeder selbst ausmalen…

Quelle: heise online

Depressionen - ein Tabu-Thema

Die Welt trauert um Robert Enke. Zumindest einige Fußballfans. Auch wenn man mir keine hohe Affinität zu diesem Thema nachsagen kann, hat der Selbstmord des deutschen Torwarts doch auch eine gewisse Bedeutung für mich, da Robert Enke an Depressionen litt und dies den ganzen Fall aus mehreren Aspekten für mich interessant macht. Erstens weil in unserer Gesellschaft dieses Thema ziemlich tabuisiert wird und weiters werden Depressionen oft mit "psychisch gestört" gleichgesetzt wird, obwohl ca. jeder sechste einmal in seinem Leben daran leidet (hohe Dunkelziffer!) und außerdem auf Grund, dass Robert Enke seine Depressionen aus Angst vor der Öffentlichkeit und aus Angst vor Auswirkungen auf seine sportliche Karriere in der Öffentlichkeit verschwiegen hatte. Als letzten Ausweg wählte er den Freitod. Des Weiteren denke ich, dass Sportler häufiger an Depressionen leiden, aber die psychologische Behandlung aus Gründen wie im Fall Enke scheuen.
Aufklärung über Depressionen und wie diese in der modernen evidenzbasierten Medizin behandelt werden, schafft diese interessante Dokumentation von ARTE:


http://www.youtube.com/watch?v=7_1jrl8QYWI


Ebenfalls interessant zum Thema Fussball ist dieses Interview mit dem deutschen Spieler Sebastian Deisler, der ebenfalls an Depressionen litt und seine Sicht der Dinge erzählt:

http://www.zeit.de/2009/41/DOS-Deisler

Esoterik gegen Aufklärung und Vernunft

"Aufklärung" und Aufklärungsphilosophie steht für die Benutzung des Verstandes. Das Motto fasste der deutsche Philosoph Immanuel Kant vor über 200 Jahren zusammen: "Habe Mut, dich deines eigenen Verstands zu bedienen!” Dadurch könne der Mensch sich "aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit" befreien: "Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Hilfe eines anderen zu bedienen”. Ergebnis: Abkehr vom mystisch-spekulativen Denken und Hinwendung zur Vernunft. Daraus resultierte ein gewaltiger Aufschwung der Naturwissenschaften und der Wirtschaft.

Der spanische Ministerpräsident Zapatero sagte (Interview Spiegel 46/2004): "Die europäische Identität gründet auf unserer Idee von der Bürgergesellschaft, auf den Werten der Aufklärung und der Vernunft".

Die Esoterik ist demgegenüber vom Vorhandensein von Kräften überzeugt, die sich mit Verstand und Vernunft nicht erklären lassen. Von solchen Kräften werde der Mensch und die Menschheit weitgehend gesteuert.

Bei den meisten Esoterikern beschränkt sich solche Überzeugung auf einzelne Erscheinungen.
Viele benutzen esoterische Praktiken auch eher spielerisch, wie etwa die Lektüre des Horoskops.
Der Übergang zu einer das ganze Leben bestimmenden Ideologie vollzieht sich oft genug schleichend und wird auch in der persönlichen Umgebung oft kaum wahrgenommen.

http://www.agpf.de/Esoterik.htm#Aufklaerung

Die Grünen sind so scheinheilig

Im derstandard erklärt die deutsche Islamkritikerin Seyran Ates, warum sie die Grünen für unwählbar hält. Dieses Interview möchte ich Ihnen nicht vorenthalten, da es meiner Meinung nach den Nagel auf den Kopf trifft.

derStandard.at: Warum wird Kritik am Islam von vielen Linken reflexartig als "rechts" punziert?

Seyran Ates: Das ist das absolute Totschlagargument und hat inzwischen einen langen Bart. Da sind die Grünen so scheinheilig. Bei den Grünen herrscht eine unglaubliche Pseudo-Angst, die Rechten mit diesem Thema zu bedienen. Anstatt sich mit dem Thema auseinander zu setzen und es den Rechten wegzunehmen, hält man lieber den Mund. Mich irritiert diese Art der Reflexion immer mehr, weil ich dachte wir wüssten inzwischen, wie die Rechten argumentieren. Die Rechten wollen sowieso keine multikulturelle Gesellschaft. Mich erinnert das an die Zeit, als es Frauen gab, die gegen das Frauenwahlrecht waren. Es gibt immer bestimmte konservative Gegenpositionen, die auf alten Positionen verharren. Einige Grüne sind da sehr verbohrt und entwickeln sich nicht weiter. Die gehörten eigentlich in eine der konservativen Parteien.


Des Weiteren behandelt das Interview das Thema „Kopftuch“, wozu die Kritikerin folgendermaßen Stellung nimmt: "Das Kopftuch verhüllt den Körper der Frau, damit Männer sie nicht belästigen. Ist das der freie Wille? Die Grünen führen an dieser Stelle nicht die offene und ehrliche Diskussion."

Um das Kopftuch gibt es seit jeher brisante Diskussionen, ob muslimische Frauen dazu berechtigt sind jenes umstrittene Kleidungsstück in Österreich zu tragen oder nicht.
Grundsätzlich kann ich dazu nur sagen, dass jeder Mensch das Recht haben muss, sich so zu kleiden, wie er es sich vorstellt, genauso wie es jedem frei stehen muss, welche Sprache er spricht oder welcher Religion er angehört.
Doch dieser Fall muss ein bisschen differenzierter betrachtet werden, da das Kopftuch oft nicht aus freiem Willen getragen wird, sondern unter Zwang.
In unserer aufgeklärten westlichen Gesellschaft ist es ein Tabu nackt in der Öffentlichkeit aufzutreten, in muslimischen Kreisen geht dies sogar bis zur Ganzkörperverhüllung (Burka), wogegen im Grunde aus liberaler Sicht nichts einzuwenden ist. Das Problem, dass sich nun auftut ist jedoch jenes, dass die muslimischen Frauen oftmals unter Zwang verschleiert sind, wohingegen die Männer keiner „Kleidungsverordnung“ unterliegen. Oder wie oft sieht man, im Vergleich zu Frauen mit Kopftuch, Männer mit Turban auf der Straße?
Aus diesem geschlechterdiskriminierenden Grund und da es ebenso oftmals als religiöses Symbol verwendet wird, ist das Kopftuch für mich abzulehnen.

Tödliche Zivilcourage

Zivilcourage ist wichtig und richtig. Doch wie der Fall aus München zeigt, wo ein 50- jähriger Manager, der sich bei einer räuberischen Erpressung dazwischen stellte, zu Tode geprügelt wurde, ist diese nicht immer ganz ungefährlich.
Teilweise wurde das Thema Zivilcourage von den Medien in dieser Woche ganz passabel aufbereitet (Interviews mit Experten, Verhaltensregeln), sodass das Thema nun etwas mehr an Bedeutung in der Gesellschaft findet und in den Hinterköpfen der Menschen verankert ist. Doch meiner Meinung nach könnte es noch um einiges mehr von der Politik forciert werden, sodass Broschüren wie diese in die breite Öffentlichkeit gelangen würden. Darin finden sich Tipps zum richtigen Verhalten in brenzligen Situationen.

"Eine wichtige Rolle in brenzligen Situationen spielen Verbündete. Um jemanden einzubeziehen, braucht es Gespür. Es zählen Dinge wie eine fremde Person auf Augenhöhe und in kurzen Sätzen anzusprechen. Auch laut schreien hilft, die Aufmerksamkeit aus sich zu ziehen - dies sind einige wichtige Grundregeln, um die Selbstgefährdung möglichst gering zu halten."


Da mit dem Thema Gewalt und Kriminalität auch immer über die Überwachung mittels Kameras diskutiert wird, kann ich nur noch einmal meine Meinung über diese Gefahr kundtun: http://neitschy.blogspot.com/2008/07/berwachungsstaat.html

Zu diesem Thema kann ich schließlich noch folgende Beiträge empfehlen:

Video einer Schlägerei in einem Bus in Paris: http://www.zwischenruf.at/?p=2792 - Wie hätten Sie sich verhalten?

Zivilcourage = Selbstmord (?) http://heulnicht.blogspot.com/2009/04/zivilcourage-selbstmord.html

Was der Mensch mit der Natur anfängt

Die wohl größte vom Menschen verursachte Umweltkatastrophe ist die Austrocknung des Aralsees. Der Aralsee ist der viertgrößte Binnensee der Welt und liegt zwischen Kasachstan und Usbekistan. Er ist abflusslos und zerfällt seit ca. 50 Jahren in mehrere Teile, da er austrocknet. Schuld an dieser voranschreitenden Austrocknung ist der Mensch, weil für die künstliche Bewässerung der Anbauflächen viel Wasser aus dem Zufluss des Sees entnommen wird und wurde.


„In den 1960er Jahren lag der Wasserspiegel noch bei 53,4 m, seitdem ist er sehr stark, auf 35 m (1997) gesunken. Von 1960 bis 1997 ging die Fläche des Sees um 44,3 % zurück auf 29.630 km², das Wasservolumen um 90 % und der Salzgehalt hat sich vervierfacht.“

Nun gibt es neue Satellitenaufnahmen der ESA (Europäische Weltraumagentur), die den Zerfall zeigen.

Durch die Austrocknung ergeben sich neben einer starken Klimaveränderung in der Region auch Gesundheitsprobleme bei den Menschen, durch die nun auftretenden Salz-/Sandstürme. Diese entstehen nun immer häufiger, weil es weniger Niederschlag gibt und sich eine neue Wüste gebildet hat.

Ehemalige Hafenstädte, Bade- und Uferorte liegen heute mitten in der Wüste, mehr als 100 km von der aktuellen Uferlinie entfernt. Nach dem Rückzug der Wasserlinie bleibt eine Salz- und Staubwüste, die durch jahrzehntelange hohe Einträge an künstlichen Düngemitteln, Herbiziden, Pestiziden und anderen Schadstoffen zudem hoch gesundheitsgefährdend ist.
[…]

Seit den 70er Jahren stieg die Zahl der Magen- und Darmerkrankungen sowie die der Atmungsorgane sprunghaft an. So breiteten sich Typhus, Paratyphus, Hepatitis und Tuberkulose aus. Typhuserkrankungen nahmen teilweise um das 20- bis 30-fache zu. Auch organische Erkrankungen treten gehäuft auf und die Krebserkrankungen nahmen extrem zu. Am schlimmsten betroffen sind Kinder und schwangere Frauen. Die Kindersterblichkeit ist viermal höher als in Russland und in den meisten Regionen stirbt jedes zehnte bis zwölfte Kind vor dem 1. Lebensjahr.



Zu diesen erschreckenden Daten möchte ich den Film „Home“ empfehlen, der vor kurzem erschienen ist und die Schönheit unseres Planeten in wunderbaren Aufnahmen zeigt.

Home - Das ist unsere Erde
Mehr bei Wikipedia

Faymann, Hahn und CERN

Wirklich erfreuliche Nachricht, dass der CERN-Ausstieg geplatzt ist. Großes Dankeschön dafür an Herrn Bundeskanzler Faymann – sowohl dafür, als auch für die längst fällige Kritik an Herrn Strache bzgl. dessen EU- Wahlkampf. Tut gut, so etwas aus dem Munde des sonst eher aalglatten Kanzlers zu hören, der nun endlich eine klare Position bezieht.

DiePresse schreibt dazu: „Faymann spricht Strache direkt an. Besonders empört sich der Kanzler über ein Inserat der Freiheitlichen in der "Kronen Zeitung" vom Sonntag. Der Titel lautet: "FPÖ-Veto gegen EU-Beitritt von Türkei und Israel." Das sei völlig unsinnig, hier Israel zu nennen, da das Land überhaupt kein Beitrittskandidat sei: "Der einzige Grund, Israel hier zu nennen, ist es, antisemitische Vorurteile zu bedienen. Das ist eine Schande." Diese "Hetze" verurteile er scharf.“

Schließlich möchte ich noch einen interessanten Vergleich zitieren (Ob sich Wissenschaftsminister Hahn das überlegt hat?):

„Die Ausweitung der steuerlichen Absetzbarkeit des Kirchenbeitrags von 100 auf 200 Euro pro Jahr kostet die Republik 30 Mio. Euro/Jahr. Österreichs Ausstieg aus dem CERN bringt eine Ersparnis von 16 Mio. Euro.
Was ist besser geeignet, die Entstehung des Universums zu erklären? Religion oder Wissenschaft?

Die Angst vor der Schweinegrippe


Anscheinend ist die Hysterie über Finanzkrise nun vorbei und durch die Schweinegrippe substituiert worden, denn was zurzeit in den Medien abläuft ist mir nicht mehr ganz geheuer. Es wird sprichwörtlich „aus einer Mücke ein Elefant gemacht“, denn es wird über dieses Thema dermaßen unverhältnismäßig viel und vor allem übertrieben berichtet. Auch wenn ich kein Gesundheits- bzw. Seuchenexperte bin, ist es mir jedoch klar, dass die Grippe nicht eine solche gefährliche Pandemie ist, wie es propagiert wird.
Die Frage ist nur, was die Intention hinter dieser Panikmache und dem Spielen mit der Angst der Menschen ist. Im Kontext dazu ist in den Aktienmärkten die starke Tendenz der Pharmaindustrie nach oben, wo doch gleichzeitig fast alle anderen Märkte einem Abwärtstrend folgen, interessant. Was könnt hier wohl für eine Parallelität dahinter versteckt sein?

Der gläserne Mensch

Ich habe ja bereits schon einige Male über das Thema Überwachungsstaat, gläserner Mensch, Kontrollsysteme und dergleichen berichtet und möchte Ihnen daher diese sehr gelungene Dokumentation nicht vorenthalten.

Darin wird behandelt ob Intimität und Privatsphäre im Informationszeitalter überhaupt noch gesichert werden können, da immer mehrere Überwachungs- und Kontrollsysteme in unser tägliches Leben vorstoßen, aber auch viele Bürger nicht davor zurückschrecken, wahllos Daten und Informationen über sich selbst in das Internet zu stellen. Dieser Boom der medialen Selbstdarstellung scheint kein Ende zu nehmen, wenn man auf diversen „Social- Communitys“ wie Facebook, Youtube, StudiVZ oder MySpace ein bisschen herumblickt.

Die Angst vor dem Terror und der irrtümliche Glaube daran, mit Überwachung Kriminalität zu verhindern, ermöglicht Videoüberwachung an immer mehreren öffentlichen Plätzen, sowie Systeme wie elektronische Reisepässe, die biometrische Daten wie Irismuster und Fingerabdrücke auf kleinen RFID-Chips speichern.

Alles in allem kann ich diese Dokumentation nur wärmstens empfehlen, damit der ein oder andere hoffentlich früh genug merkt, wohin diese Entwicklung führen könnte, wenn nicht bald ausreichende Maßnahmen zum Schutz des Bürgers getroffen werden.

Zum Video: Das Ende der Intimität

Mehr zum Thema: Social Communitys erschaffen den "gläsernen Menschen"

Das Waffenrecht als Menschenrecht

Soll das Recht auf den Besitz einer Waffe ein Menschenrecht werden, sprich das bestehende Waffenrecht liberalisiert werden? Auch wenn ich in vielen Themenbereichen für eine Liberalisierung eintrete, finde ich es in dieser Causa aus mehreren Gründen als absolut nicht zweckmäßig.

Zum einen werde ich die Begeisterung für Waffen, den Umgang mit diesen und den Glauben, damit irgendwelche Probleme zu lösen nie verstehen, obwohl viele Menschen immer noch von diesem Irrglauben ausgehen. Zum anderen halte ich es für einen Trugschluss, wenn man annimmt, dass Kriminelle abgeschreckt werden würden, sobald der Gegenüber, also das Opfer, bewaffnet sein würde. Dies würde eher eine Aufrüstungsspirale in Gang setzen, da in diesem Fall der Kriminelle eben zuerst schießen müsste, womit die Gewalt explizit zunehmen würde.

Allerdings würde eine Verschärfung des Waffenrechtes lediglich dazu führen, dass die Symptome bekämpft werden, da jeder, der das wirkliche Verlangen nach einer Waffe hat, diese auch am Schwarzmarkt kaufen würde. Dies würde sicherlich einen großen Zuwachs für den Waffenschwarzmarkt bedeuten und an der derzeitigen Situation nichts ändern. In einem solchen Szenario ist dann auch fraglich, inwieweit die Kontrolle der Waffenbesitzer noch möglich ist und ob man hierbei nicht von der Gefahr der Entstehung einer organisierten Kriminalität ausgehen muss.

Doch wie kann man dieses Problem, das wir offenbar in unsere Gesellschaft haben, soweit lösen, dass keine unschuldigen Menschenleben mehr auf dem Spiel stehen und z.B. künftige Amokläufe verhindert werden können?
Erstens muss alles dazu unternommen werden, dass sich die Bürger in Österreich sicherer fühlen, sodass bei manchen nicht das Verlangen entsteht, sich selbst verteidigen zu müssen. Dazu muss meiner Meinung nach die Exekutive aufgestockt werden(jedoch kein Polizeistaat!), um der Bevölkerung mehr Schutz zu bieten. Des Weiteren muss mehr Wert auf Bildung gesetzt werden und alles dafür getan werden, dass die Kluft zwischen Arm und Reich nicht noch weiter auseinander geht, sodass soziale Probleme, die wiederum zu Gewalt führen können, erst gar nicht entstehen.

Die fehlende Vielfalt in den Musikcharts

Ich möchte auf einen sehr interessanten Blogeintrag auf wissenbelastet.com hinweisen, der längst Bekanntes beim Thema „Pop- Charts“ untermauert.
So wird darin erläutert, wie gering die Vielfalt an Musiktiteln im Radiosender „Ö3“ in den Charts ist. Dieser Wert liegt nämlich im Jahr 2008 bei 424 Titeln in den Top75, obgleich ich einen viel höheren Wert erwartet hätte.

Für mich als bekennender Kommerzkritiker natürlich ein weiteres Indiz dafür, wie weit die Kommerzialisierung in der Musikindustrie bereits fortgeschritten ist, wobei nicht geleugnet werden darf, das ja grundsätzlich die Gesellschaft durch Konsum solcher Produkte für diese Entwicklung hauptverantwortlich ist.



Ebenso interessant ist die Seite sos-musikland.at, welche das Faktum behandelt, dass nur noch 16,4% der Musik, die in Österreich in den ORF-Radios(Ö3, FM4, Ö1...) gespielt wird, aus einer österreichischen Produktion stammt. Aus meiner Sicht sehr bedenklich, da dieser Wert kontinuierlich sinkt und somit für österreichische Künstler eine wichtige Plattform immer unbedeutender wird. Jedenfalls eine Unterstützung wert!

Rhetorisches Können par excellence

Was den niederösterreichische Landtagsabgeordneten Karl Schwab von der FPÖ über Nacht zum Star gemacht hat, ist gleichermaßen lustig wie traurig.
In einem Videoclip auf Youtube ist ein Zusammenschnitt aus seiner Rede zu sehen, in der Schwab sein rhetorisches Können unter Beweis gestellt hat. Wer das Video noch nicht kennt, sollte die Möglichkeit nützen, dieses schnellstmöglich zu begutachten, um zu sehen, für welche Politiker unser Steuergeld verschwendet wird.

Schwab äußerte sich heute im standard über seinen „Verhaspler“ und gab unter anderem Folgendes an:

"derStandard.at: Üben Sie, bevor Sie eine Rede halten?

Schwab: Nein, ich rede zu 90 Prozent frei. Wenn man abliest, gibt es von den anderen Parteien Zwischenrufe, das sei ein Rednerpult und kein Lesepult. Ich weiß schon, dass ich nicht der beste Redner bin, aber ich bemühe mich sehr. Ich war lange im Bundesrat, da habe ich auch meine Reden gehalten. Jedenfalls gelingt es mir, die Inhalte, die mir wichtig sind, der Bevölkerung zu vermitteln. "

Ich frage mich aber wirklich, ob die FPÖ keine besseren Politiker in ihren Reihen hat, wenn jemand mit jahrelanger Erfahrung im Bundesrat noch immer nicht fähig ist, einen ganzen Satz fehlerfrei zu sprechen?


Laizismus- Initiative

Ich möchte auf eine, wie ich finde, sehr gute Initiative aufmerksam machen, die den Laizismus im Land fördern will, um Österreich in eine laizistische und säkulare Republik zu verwandeln.

„Die Laizismus-Initiative ist eine Gruppe von säkularen ÖsterreicherInnen, die über die Gestattung und Ausübung der Vorrechte von Religionsgemeinschaften in Österreich zunehmend besorgt ist.“

„Wir wollen die Demokratie in Österreich im 21. Jahrhundert ein Stück weiter entwickeln und diese Republik zu einem laizistischen Staat werden lassen. Die vollständige Trennung von Staat und Religion ist das mittelfristige Ziel der Laizismus-Initiative.“

Das möchte ich unterstützen und fordere auch meine Leser dazu auf, eine Unterstützungserklärung abzugeben.


Zum Thema passt auch eine Initiative der AKS, auf die ich bereits vor einigen Tagen hingewiesen habe, die ähnliche Maßnahmen fordert.

Zum heiklen Thema Sterbehilfe

Diesen Eintrag möchte ich aus aktuellem Anlass durch den Fall in Italien einem äußerst heiklen Thema widmen; der Sterbehilfe.

Bevor man an dieses Thema herangeht muss einem erst einmal der Unterschied zwischen den verschiedenen Arten der Sterbehilfe, die komplizierten Rechtslage und die ethische Abwägung bewusst sein, sodass man sich ein Urteil bilden kann.
Genau gesagt unterscheidet man zwischen passiver Sterbehilfe(das „Sterbenlassen“), was bedeutet, dass z.B. lebensnotwendige medizinische Geräte ausgeschaltet werden und indirekter Sterbehilfe, welche einen schnelleren Tod durch die Einnahme von Schmerzmitteln herbeiführt. Des Weiteren gibt es die Beihilfe zur Selbsttötung, wo dem Patienten geholfen wird, sich selbst das Leben zu nehmen und die aktive Sterbehilfe (z.B. Giftspritze), die wohl umstrittenste Form der Euthanasie.
Zur Rechtslage muss erläutert werden, dass die aktive Sterbehilfe in Österreich laut § 75, § 77 und § 78 des Strafgesetzbuches mit Mord verurteilt wird, wobei die indirekte und passive Form erlaubt sind.


Grundsätzlich sollte jeder dazu fähig sein, sein Leben nach Belieben zu gestalten, soweit die Freiheiten und Rechte anderer Menschen nicht auf irgendeine Art eingeschränkt bzw. verletzt werden, und somit auch selbstständig darüber entscheiden zu können, sich selbst das Leben zu nehmen.
Deshalb muss meiner Meinung nach jeder Mensch das Grundrecht haben, sich für den Tod zu entscheiden, wann immer er will. Dieses Selbstbestimmungsrecht, fällt für mich in die Kategorie Menschenrechte und gehört somit zur Würde des Menschen.

Ein Argument für die Verurteilung mit Mord bei aktiver Sterbehilfe ist sicherlich jenes, dass ein Mörder vor Gericht angeben könnte, dass der Tote den Tod ja gewünscht hätte.
Ein Problem entsteht auch dann, wenn man nicht zweifelsfrei nachvollziehen kann, ob jemand sich den Tod wünscht oder nicht, wie bei schwer erkrankten Patienten, wo der Wille oftmals schwierig nach zu vollziehen ist. Bei genauerer Betrachtung stellt sich die Frage, wodurch ein dementer Patient vor möglichen Angehörigen, die sich seinen Tod wünschen, geschützt wird?
In diesem Fall muss die Justiz die gesetzlichen Regelungen so gestalten, dass maximale Transparenz gewährleistet wird, um einen Missbrauch der aktiven Sterbehilfe zu verhindern. Außerdem muss garantiert werden, dass jemand bestraft wird, der jemanden zur Selbsttötung verleitet.

Bei einem eigenen Willen nach Sterbehilfe eines Betroffenen ist meiner Ansicht nach die Sterbehilfe eine Form des Utilitarismus, da sie dem Betroffenen nach dessen Einschätzung Glück bringt und somit zu befürworten ist.

Des Weiteren sprechen sich laut einer deutschen Statistik 69 % für die Legalisierung der von einem Arzt begleiteten Sterbehilfe aus, wobei jedoch zu hinterfragen ist, ob solche Statistiken als moralischer Imperativ gültig sind.

Grundsätzlich plädiere ich für eine liberale Lösung, welche die aktive Sterbehilfe kontrolliert gestattet, wobei der Staat jedoch auch die Palliativmedizin fördern muss, da diese sicher den humaneren Weg für einen Sterbenden darstellt.

Treibhausgasemissionen

In dieser Grafik des World Ressource Institute kann man wunderbar erkennen, woraus sich der weltweite Treibhausgasausstoß (Kohlendioxid, Methan) zusammensetzt, wodurch diese Gase emittiert werden und welchen Anteil daran die Industrie bzw. die privaten Haushalte haben. Besonders auffällig ist das Faktum, dass der Transport einen erheblichen Anteil von 13,5 Prozent einnimmt und somit maßgeblich am Treibhauseffekt schuld ist.

Grafik anklicken:

Sources & Notes: All data is for 2000. All calculations are based on CO2 equivalents, using 100-year global warming potentials from the IPCC (1996), based on a total global estimate of 41,755 MtCO2 equivalent. Land use change includes both emissions and absorptions; see Chapter 16. See Appendix 2 for detailed description of sector and end use/activity definitions, as well as data sources. Dotted lines represent flows of less than 0.1% percent of total GHG emissions.

mehr unter http://cait.wri.org/figures.php?page=ntn/
via http://bartenstein.twoday.net/stories/5478500/