Was der Mensch mit der Natur anfängt

Die wohl größte vom Menschen verursachte Umweltkatastrophe ist die Austrocknung des Aralsees. Der Aralsee ist der viertgrößte Binnensee der Welt und liegt zwischen Kasachstan und Usbekistan. Er ist abflusslos und zerfällt seit ca. 50 Jahren in mehrere Teile, da er austrocknet. Schuld an dieser voranschreitenden Austrocknung ist der Mensch, weil für die künstliche Bewässerung der Anbauflächen viel Wasser aus dem Zufluss des Sees entnommen wird und wurde.


„In den 1960er Jahren lag der Wasserspiegel noch bei 53,4 m, seitdem ist er sehr stark, auf 35 m (1997) gesunken. Von 1960 bis 1997 ging die Fläche des Sees um 44,3 % zurück auf 29.630 km², das Wasservolumen um 90 % und der Salzgehalt hat sich vervierfacht.“

Nun gibt es neue Satellitenaufnahmen der ESA (Europäische Weltraumagentur), die den Zerfall zeigen.

Durch die Austrocknung ergeben sich neben einer starken Klimaveränderung in der Region auch Gesundheitsprobleme bei den Menschen, durch die nun auftretenden Salz-/Sandstürme. Diese entstehen nun immer häufiger, weil es weniger Niederschlag gibt und sich eine neue Wüste gebildet hat.

Ehemalige Hafenstädte, Bade- und Uferorte liegen heute mitten in der Wüste, mehr als 100 km von der aktuellen Uferlinie entfernt. Nach dem Rückzug der Wasserlinie bleibt eine Salz- und Staubwüste, die durch jahrzehntelange hohe Einträge an künstlichen Düngemitteln, Herbiziden, Pestiziden und anderen Schadstoffen zudem hoch gesundheitsgefährdend ist.
[…]

Seit den 70er Jahren stieg die Zahl der Magen- und Darmerkrankungen sowie die der Atmungsorgane sprunghaft an. So breiteten sich Typhus, Paratyphus, Hepatitis und Tuberkulose aus. Typhuserkrankungen nahmen teilweise um das 20- bis 30-fache zu. Auch organische Erkrankungen treten gehäuft auf und die Krebserkrankungen nahmen extrem zu. Am schlimmsten betroffen sind Kinder und schwangere Frauen. Die Kindersterblichkeit ist viermal höher als in Russland und in den meisten Regionen stirbt jedes zehnte bis zwölfte Kind vor dem 1. Lebensjahr.


Zu diesen erschreckenden Daten möchte ich den Film „Home“ empfehlen, der vor kurzem erschienen ist und die Schönheit unseres Planeten in wunderbaren Aufnahmen zeigt.

Home - Das ist unsere Erde
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Rücktritt Martin Graf

Ich denke, dass jeder über die Vorfälle rund um den 3. Nationalratspräsidenten soweit informiert ist, sodass dies von mir nicht weiter kommentiert werden muss.

http://www.ruecktritt-martin-graf.at/

Faymann, Hahn und CERN

Wirklich erfreuliche Nachricht, dass der CERN-Ausstieg geplatzt ist. Großes Dankeschön dafür an Herrn Bundeskanzler Faymann – sowohl dafür, als auch für die längst fällige Kritik an Herrn Strache bzgl. dessen EU- Wahlkampf. Tut gut, so etwas aus dem Munde des sonst eher aalglatten Kanzlers zu hören, der nun endlich eine klare Position bezieht.

DiePresse schreibt dazu: „Faymann spricht Strache direkt an. Besonders empört sich der Kanzler über ein Inserat der Freiheitlichen in der "Kronen Zeitung" vom Sonntag. Der Titel lautet: "FPÖ-Veto gegen EU-Beitritt von Türkei und Israel." Das sei völlig unsinnig, hier Israel zu nennen, da das Land überhaupt kein Beitrittskandidat sei: "Der einzige Grund, Israel hier zu nennen, ist es, antisemitische Vorurteile zu bedienen. Das ist eine Schande." Diese "Hetze" verurteile er scharf.“

Schließlich möchte ich noch einen interessanten Vergleich zitieren (Ob sich Wissenschaftsminister Hahn das überlegt hat?):

„Die Ausweitung der steuerlichen Absetzbarkeit des Kirchenbeitrags von 100 auf 200 Euro pro Jahr kostet die Republik 30 Mio. Euro/Jahr. Österreichs Ausstieg aus dem CERN bringt eine Ersparnis von 16 Mio. Euro.
Was ist besser geeignet, die Entstehung des Universums zu erklären? Religion oder Wissenschaft?

Bundestag United - Kontrolle muss sein

Ich bin heute bei meinem morgendlichen Rundgang im Weltnetz (Achtung: Ironie!) auf ein paar ziemlich interessante Lieder gestoßen und möchte diese Ihnen nicht vorenthalten.
Der Electro-Mix gegen den Überwachungsstaat "Kontrolle muss sein" besteht aus Zitaten, die von deutschen Politikern im Bundestag verwendet wurden - untermalt mit ein paar Elektobeats - und ist ganz meiner Meinung nach ganz kreativ und interessant.
Außerdem empfehle ich aus diesem Genre noch die Künstler "Saalschutz", "Bratze", "Mediengruppe Telekommander" und "Egotronic" - alles großartige Künstler mit kritischen, schwersinnigen und subversiven Botschaften, die die Intention verfolgen, einen zum Nachdenken zu bewegen.



Die Angst vor der Schweinegrippe


Anscheinend ist die Hysterie über Finanzkrise nun vorbei und durch die Schweinegrippe substituiert worden, denn was zurzeit in den Medien abläuft ist mir nicht mehr ganz geheuer. Es wird sprichwörtlich „aus einer Mücke ein Elefant gemacht“, denn es wird über dieses Thema dermaßen unverhältnismäßig viel und vor allem übertrieben berichtet. Auch wenn ich kein Gesundheits- bzw. Seuchenexperte bin, ist es mir jedoch klar, dass die Grippe nicht eine solche gefährliche Pandemie ist, wie es propagiert wird.
Die Frage ist nur, was die Intention hinter dieser Panikmache und dem Spielen mit der Angst der Menschen ist. Im Kontext dazu ist in den Aktienmärkten die starke Tendenz der Pharmaindustrie nach oben, wo doch gleichzeitig fast alle anderen Märkte einem Abwärtstrend folgen, interessant. Was könnt hier wohl für eine Parallelität dahinter versteckt sein?

Der gläserne Mensch

Ich habe ja bereits schon einige Male über das Thema Überwachungsstaat, gläserner Mensch, Kontrollsysteme und dergleichen berichtet und möchte Ihnen daher diese sehr gelungene Dokumentation nicht vorenthalten.

Darin wird behandelt ob Intimität und Privatsphäre im Informationszeitalter überhaupt noch gesichert werden können, da immer mehrere Überwachungs- und Kontrollsysteme in unser tägliches Leben vorstoßen, aber auch viele Bürger nicht davor zurückschrecken, wahllos Daten und Informationen über sich selbst in das Internet zu stellen. Dieser Boom der medialen Selbstdarstellung scheint kein Ende zu nehmen, wenn man auf diversen „Social- Communitys“ wie Facebook, Youtube, StudiVZ oder MySpace ein bisschen herumblickt.

Die Angst vor dem Terror und der irrtümliche Glaube daran, mit Überwachung Kriminalität zu verhindern, ermöglicht Videoüberwachung an immer mehreren öffentlichen Plätzen, sowie Systeme wie elektronische Reisepässe, die biometrische Daten wie Irismuster und Fingerabdrücke auf kleinen RFID-Chips speichern.

Alles in allem kann ich diese Dokumentation nur wärmstens empfehlen, damit der ein oder andere hoffentlich früh genug merkt, wohin diese Entwicklung führen könnte, wenn nicht bald ausreichende Maßnahmen zum Schutz des Bürgers getroffen werden.

Zum Video: Das Ende der Intimität

Mehr zum Thema: Social Communitys erschaffen den "gläsernen Menschen"

Das Waffenrecht als Menschenrecht

Soll das Recht auf den Besitz einer Waffe ein Menschenrecht werden, sprich das bestehende Waffenrecht liberalisiert werden? Auch wenn ich in vielen Themenbereichen für eine Liberalisierung eintrete, finde ich es in dieser Causa aus mehreren Gründen als absolut nicht zweckmäßig.

Zum einen werde ich die Begeisterung für Waffen, den Umgang mit diesen und den Glauben, damit irgendwelche Probleme zu lösen nie verstehen, obwohl viele Menschen immer noch von diesem Irrglauben ausgehen. Zum anderen halte ich es für einen Trugschluss, wenn man annimmt, dass Kriminelle abgeschreckt werden würden, sobald der Gegenüber, also das Opfer, bewaffnet sein würde. Dies würde eher eine Aufrüstungsspirale in Gang setzen, da in diesem Fall der Kriminelle eben zuerst schießen müsste, womit die Gewalt explizit zunehmen würde.

Allerdings würde eine Verschärfung des Waffenrechtes lediglich dazu führen, dass die Symptome bekämpft werden, da jeder, der das wirkliche Verlangen nach einer Waffe hat, diese auch am Schwarzmarkt kaufen würde. Dies würde sicherlich einen großen Zuwachs für den Waffenschwarzmarkt bedeuten und an der derzeitigen Situation nichts ändern. In einem solchen Szenario ist dann auch fraglich, inwieweit die Kontrolle der Waffenbesitzer noch möglich ist und ob man hierbei nicht von der Gefahr der Entstehung einer organisierten Kriminalität ausgehen muss.

Doch wie kann man dieses Problem, das wir offenbar in unsere Gesellschaft haben, soweit lösen, dass keine unschuldigen Menschenleben mehr auf dem Spiel stehen und z.B. künftige Amokläufe verhindert werden können?
Erstens muss alles dazu unternommen werden, dass sich die Bürger in Österreich sicherer fühlen, sodass bei manchen nicht das Verlangen entsteht, sich selbst verteidigen zu müssen. Dazu muss meiner Meinung nach die Exekutive aufgestockt werden(jedoch kein Polizeistaat!), um der Bevölkerung mehr Schutz zu bieten. Des Weiteren muss mehr Wert auf Bildung gesetzt werden und alles dafür getan werden, dass die Kluft zwischen Arm und Reich nicht noch weiter auseinander geht, sodass soziale Probleme, die wiederum zu Gewalt führen können, erst gar nicht entstehen.

Die fehlende Vielfalt in den Musikcharts

Ich möchte auf einen sehr interessanten Blogeintrag auf wissenbelastet.com hinweisen, der längst Bekanntes beim Thema „Pop- Charts“ untermauert.
So wird darin erläutert, wie gering die Vielfalt an Musiktiteln im Radiosender „Ö3“ in den Charts ist. Dieser Wert liegt nämlich im Jahr 2008 bei 424 Titeln in den Top75, obgleich ich einen viel höheren Wert erwartet hätte.

Für mich als bekennender Kommerzkritiker natürlich ein weiteres Indiz dafür, wie weit die Kommerzialisierung in der Musikindustrie bereits fortgeschritten ist, wobei nicht geleugnet werden darf, das ja grundsätzlich die Gesellschaft durch Konsum solcher Produkte für diese Entwicklung hauptverantwortlich ist.



Ebenso interessant ist die Seite sos-musikland.at, welche das Faktum behandelt, dass nur noch 16,4% der Musik, die in Österreich in den ORF-Radios(Ö3, FM4, Ö1...) gespielt wird, aus einer österreichischen Produktion stammt. Aus meiner Sicht sehr bedenklich, da dieser Wert kontinuierlich sinkt und somit für österreichische Künstler eine wichtige Plattform immer unbedeutender wird. Jedenfalls eine Unterstützung wert!

Rhetorisches Können par excellence

Was den niederösterreichische Landtagsabgeordneten Karl Schwab von der FPÖ über Nacht zum Star gemacht hat, ist gleichermaßen lustig wie traurig.
In einem Videoclip auf Youtube ist ein Zusammenschnitt aus seiner Rede zu sehen, in der Schwab sein rhetorisches Können unter Beweis gestellt hat. Wer das Video noch nicht kennt, sollte die Möglichkeit nützen, dieses schnellstmöglich zu begutachten, um zu sehen, für welche Politiker unser Steuergeld verschwendet wird.

Schwab äußerte sich heute im standard über seinen „Verhaspler“ und gab unter anderem Folgendes an:

"derStandard.at: Üben Sie, bevor Sie eine Rede halten?

Schwab: Nein, ich rede zu 90 Prozent frei. Wenn man abliest, gibt es von den anderen Parteien Zwischenrufe, das sei ein Rednerpult und kein Lesepult. Ich weiß schon, dass ich nicht der beste Redner bin, aber ich bemühe mich sehr. Ich war lange im Bundesrat, da habe ich auch meine Reden gehalten. Jedenfalls gelingt es mir, die Inhalte, die mir wichtig sind, der Bevölkerung zu vermitteln. "

Ich frage mich aber wirklich, ob die FPÖ keine besseren Politiker in ihren Reihen hat, wenn jemand mit jahrelanger Erfahrung im Bundesrat noch immer nicht fähig ist, einen ganzen Satz fehlerfrei zu sprechen?


Was ist das für ein Schulsytem?

…in dem man bei der Matura der völligen Willkür des jeweiligen Abteilungsvorstandes unterliegt und auf Grund dessen, in Fächern maturieren muss, die völlig konträr zu den eigenen Interessen stehen.

Dass ich als Schüler in einer technischen Schule einer technischen Ausbildung gegenüberstehe ist mir völlig klar und ich bin mir auch dessen bewusst, dass ich deshalb in technischen Fächern maturieren muss, was auch gut ist, aber wenn man so wie in meinem Fall bei jemanden, wie mir mit wirtschaftlichen Interessen sogar den Wunsch für ein wirtschaftliches Fach bei der Matura äußert und dann ein technisches zugeteilt bekommt, frage ich mich wirklich…

…wo bleibt hier die Freiheit?